Genug Ausbildungsplätze in der Altenpflege!

Stichwort:

Aufhebung der Deckelung der landesfinanzierten Schulplätze!

Worum geht es?

Um den wachsenden Bedarf an Pflegekräften zu decken, müssen schon jetzt weitaus mehr Pflegekräfte ausgebildet werden. Jeder geeignete Bewerber muss einen Platz in der qualifizierten Ausbildung erhalten können, solange es einen Bedarf gibt.

Warum?

Das Land Hessen finanziert derzeit maximal 4.000 Schulplätze für Auszubildende in der Altenpflege. Schon jetzt können in vielen Regionen die offenen Stellen in Altenpflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten nicht besetzt werden. Bis zum Jahr 2015 werden in Hessen zusätzlich mindestens 1.600 weitere examinierte Pflegefachkräfte benötigt. Die bisherige Zahl an Auszubildenden reicht bei weitem nicht aus, um diesen kommenden, höheren, Bedarf an Altenpfleger/-innen zu decken.

 

Im Detail fordern wir:

  • Die Aufhebung der Begrenzung der Schulplätze an hessischen Altenpflegeschulen.
  • Eine sichere und ausreichende finanzielle Ausstattung der Altenpflegeschulen, damit die Qualität der Ausbildung erhalten bleiben kann.

Hintergründe

Die Finanzierung der Altenpflegeschulen wird in der hessischen Altenpflegeverordnung geregelt. Darin ist unter anderem festgelegt, wie viele Schulplätze das Land finanziert und in welcher Höhe den Altenpflegeschulen die Personal- und Sachkosten erstattet werden. Zwar hat der hessische Sozialminister im Juli 2011 die Zahl der Schulplätze von 3.500 auf 4.000 erhöht. Mehr Geld stellt das Sozialministerium den Schulen dafür insgesamt allerdings nicht zur Verfügung. Und das, obwohl die Schulgelder seit 2002 nicht mehr angepasst wurden. Inzwischen sind aber durch ein neues Altenpflegegesetz die qualitativen Anforderungen und damit der Personalaufwand für die Schulen deutlich gestiegen. Alleine die allgemeine Teuerungsrate betrug seitdem mehr als 15%.

Die Änderungen können dazu führen, dass Ausbildungskurse in manchen Regionen nun aus finanziellen Erwägungen abgesagt werden müssen. Im Ergebnis könnte die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege so sogar sinken – und das, obwohl der Bedarf größer ist denn je.